Was ist Meinung? Meinung bedeutet eine Persönliche Ansicht auf Dinge zu haben.
Eltern und Bezugspersonen sollten Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ihren eigenen Standpunkt zu vertreten und für ihre Rechte einzutreten. Aber wie genau geh das? Das habe ich mich gefragt und nachgeforscht.
Wozu ist es wichtig eine eigene Meinung zu haben?
Aus Meinungen können sich Überzeugungen entwickeln, die sich in uns festsetzen, unseren Glauben bilden und damit unser Weltbild und unser Handeln bzw. Verhalten bestimmen.
Es gibt subjektive Erfahrungen, wie den Geschmack einer Eissorte, die zu Meinungen wie „Vanille schmeckt besser als Erdbeere“ führen können. In diesem Fall ist keine Meinungsverschiedenheit möglich, da solche Meinungen nichts über objektive Fakten aussagen. Niemand kann untersuchen, wie eine Person einen Geschmack erlebt.
Um aber jetzt herauszufinden, wie das für die Kinder sein kann, habe ich mich auf mehreren Seiten umgelesen. Auf einer Elternseite waren mehrere Tipps zu finden:
„Zeigen Sie ihm das auch, indem Sie zum Beispiel bei Erzählungen über Erlebnisse des Tages aufmerksam zuhören. Ein Abendritual, bei dem genügend Zeit dafür eingeräumt wird, ist für Kinder meist etwas ganz besonderes. Wenn Kinder von klein auf erfahren, dass ihre Meinung und Gedanken wichtig sind, setzen sie dies später auch im Kontakt mit anderen um. Außerdem lernen und pflegen sie so einen respektvollen Umgang mit ihren Mitmenschen.“
„Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie es für etwas eintreten kann, das ihm wichtig ist. Dadurch lernen Kinder, sich gewaltfrei zusammenzuschließen und für ihre Interessen sowie Rechte einzustehen.
Bestärken Sie Ihr Kind zum Beispiel, wenn es mit der Schule einen Benefiz-Lauf organisieren möchte. Erklären Sie ihm, was Demonstrationen sind und recherchieren Sie gemeinsam dazu. Begleiten Sie Ihr Kind, wenn es zu Demos gehen möchte. Ihr Kind freut sich sicherlich auch darüber, wenn Sie gar selbst anpacken und mithelfen, Flyer oder Plakate dafür zu gestalten.“
Zu Meinungsverschiedenheiten und Meinungen hier eine kleine Geschichte:
Es war ein sonniger Samstagnachmittag, als ich mit meinen Freunden Kai und Mia im Park saß. Die Vögel zwitscherten, und die Luft war erfüllt von dem Duft frisch gebrühten Kaffees, den wir uns aus dem nahegelegenen Café geholt hatten. Wir hatten uns schon lange nicht mehr getroffen, und ich freute mich darauf, einfach nur zu plaudern und die Zeit miteinander zu verbringen.
Nach ein paar Minuten des Small Talks kam das Gespräch auf ein Thema, das uns alle beschäftigte: die bevorstehenden Wahlen. Kai war leidenschaftlicher Anhänger einer bestimmten Partei und begann, seine Ansichten über deren Programme und Ziele zu erläutern. „Ich finde es wichtig, dass wir endlich etwas verändern“, sagte er mit leuchtenden Augen. „Diese Partei hat die besten Ideen für unsere Zukunft.“
Mia hingegen schüttelte den Kopf. „Ich kann dir da nicht zustimmen, Kai. Ich glaube nicht, dass sie die richtigen Lösungen haben. Ihre Vorschläge sind unrealistisch und werden nur zu mehr Problemen führen.“ Ihre Stimme war ruhig, aber ich konnte die Entschlossenheit darin spüren.
Ich saß zwischen den beiden und fühlte mich unwohl. Ich mochte beide Freunde sehr und wollte nicht, dass unsere Diskussion in einen Streit umschlug. „Vielleicht sollten wir uns auch andere Perspektiven anschauen“, schlug ich vor. „Es gibt so viele Meinungen da draußen.“
Kai sah mich an und nickte langsam. „Das stimmt, aber manchmal ist es frustrierend, wenn man sieht, wie viele Menschen einfach blind folgen.“ Er klang enttäuscht.
„Und manchmal ist es frustrierend zu sehen, wie wenig bereit sind zuzuhören“, erwiderte Mia scharf. Es war klar, dass die Emotionen hochkochten.
Ich versuchte erneut zu vermitteln: „Wie wäre es, wenn wir einfach mal versuchen würden, die Argumente des anderen zu verstehen? Vielleicht können wir ja einen Kompromiss finden oder zumindest respektieren, dass wir unterschiedliche Meinungen haben.“
Die beiden schwiegen einen Moment lang und schauten sich an. Schließlich atmete Kai tief durch. „Du hast recht“, sagte er leise. „Es ist wichtig zuzuhören.“
Mia nickte zustimmend. „Ja, lass uns versuchen, offen zu bleiben.“
Wir begannen dann tatsächlich damit, die Argumente des anderen anzuhören – ohne sofort zu urteilen.
Ein Blogbeitrag von K.C. (17 Jahre).